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Bürgerschützen- und Heimatverein
Harsewinkel von 1845 e.V.
Jahresauswahl
Jahr 1940 - 1945
Am Ostermontag, den 25. März 1940 veranstaltete der Schützenverein im Saale
Poppenborg ein „Großes Wunschkonzert und anschließendem Tanz“. Es musizierte der
Musikzug der S.A. Standarte 174 Halbzug Gütersloh, Leitung Emil Stender. Die Resonanz in
der Bevölkerung war überwältigend. Der Reinerlös der Veranstaltung in Höhe von 1921,90
RM soll sämtlichen Harsewinkeler Soldaten in Form von Liebesgaben zugutekommen.

Am Sonntag, den 28. Juli 1940 fand im Saale Poppenborg die ordentliche General-
versammlung statt. Dort wurde die neue Einheitssatzung angenommen. Die Versammlung
schlug zum Vereinsführer den bisherigen Vereinsführer und Schützenbruder Bernhard
Dammann vor. Die Wahl musste noch vom Ortsverband der N.S.D.A.P. bestätigt werden.

Den zu den Fahnen einberufenen Mitgliedern wurden fünfmal Feldpostpäckchen zugesandt.

Am 27. und 28. September 1941 wurde vom Schützenverein die angewiesene
„Reichsstraßensammlung mit Plakettenverkauf für das Winterhilfswerk“ durchgeführt.
Es kam der Betrag von 1.103,80 RM zusammen.

Ein Jahr später, am 19. und 20. September 1942, wurde die Sammlung erneut angesetzt.
Dabei wurde die beachtliche Summe von 2.681,- RM erzielt.

Weitere offizielle Aktivitäten während des Weltkrieges seitens des Schützenvereins sind in
den Akten nicht erwähnt.
In späteren Jahren schrieb der hochverdiente Präsident Julius Wilhalm:
„Der Zusammenschluss der beiden örtlichen Schützenvereine hat sich nicht bewährt“.
Nachsatz:
Nach dem letzten Schützenfest vor Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 nahm der
Major Stefan Buchmann (Kaffeeröster an der Clarholzer Straße) die drei Vereinsfahnen der
beiden ehemaligen Schützenvereine in seine Obhut. Um sie vor dem Zugriff der Nazis zu
schützen, versteckte er sie auf dem Dachboden seines Schwagers Otto Mense an der
Brockhäger Straße, wo sie bis zur Wiederbelebung des Schützenwesens im Jahre 1949
unbemerkt lagerten.